Japankäfer bleibt in Basel auf dem Vormarsch: Kantone verstärken ihre Massnahmen

Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft setzen ihre Bekämpfung des Japankäfers konsequent fort.

Während der Hauptflugzeit des invasiven Schädlings wurden erneut Käfer nachgewiesen. Zusätzliche Fallen, Empfehlungen zum Verzicht auf die Bewässerung von Rasenflächen sowie die Mithilfe der Bevölkerung sollen eine weitere Ausbreitung verhindern.

Der Japankäfer befindet sich derzeit in seiner Hauptflugzeit. Die erwachsenen Käfer fressen an zahlreichen Wirtspflanzen und legen ihre Eier bevorzugt in feuchte, grasbewachsene Böden ab.



Daraus schlüpfende Larven können erhebliche Schäden an Rasen- und Grünflächen verursachen. Die Flugzeit dauert je nach Witterung bis in den September. Ziel der Behörden bleibt die Tilgung des Schädlings durch ein Bündel verschiedener Bekämpfungsmassnahmen.

Bereits 77 Japankäfer nachgewiesen

Der Befall wurde mit Beginn der Flugsaison 2026 frühzeitig erkannt. Bislang wurden 77 Japankäfer gefangen – 33 in Basel-Stadt und 44 in Basel-Landschaft. Die Situation bleibt nach Einschätzung der Behörden angespannt. Zur Überwachung und Bekämpfung wurden im Umfeld der Fundorte zusätzliche Fallen installiert. Gleichzeitig koordinieren das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW), Agroscope sowie die benachbarten Regionen in Deutschland und Frankreich ihre Massnahmen.

Bewässerung von Rasen vorübergehend vermeiden

Während der Hauptflugzeit empfehlen die Kantone, Rasen- und andere grasbewachsene Flächen trotz der anhaltenden Trockenheit vorübergehend nicht zu bewässern. Feuchte Böden bieten ideale Bedingungen für die Eiablage der Weibchen. Bereits wenige Tage mit trockenen Bodenverhältnissen können die Vermehrung erschweren und damit den Bekämpfungserfolg unterstützen.

Bäume und Sträucher sollen hingegen weiterhin gezielt im Bereich der Kronentraufe bewässert werden, um ihre Vitalität während der aktuellen Witterung sicherzustellen.

Vorsicht bei Rückreisen aus Befallsgebieten

Der Japankäfer verbreitet sich häufig als blinder Passagier. Erwachsene Käfer gelangen in Fahrzeugen, Zügen oder Flugzeugen in neue Regionen, während Eier und Larven mit Erde oder Pflanzenmaterial verschleppt werden können.

Besondere Vorsicht ist bei Rückreisen aus Norditalien, dem Tessin, dem Misox in Graubünden sowie dem Simplongebiet im Wallis geboten. Die Behörden empfehlen, Gepäck und Fahrzeuge vor der Heimreise sorgfältig zu kontrollieren.

Überwachung wird fortgesetzt

Die Käferfallen werden während der gesamten Flugzeit zweimal wöchentlich kontrolliert. Sollten weitere Funde auftreten, werden die Bekämpfungsmassnahmen laufend angepasst. Verdächtige Funde können der Japankäfer-Hotline oder den zuständigen kantonalen Stellen gemeldet werden.

Weiterführende Informationen stellt das Bundesamt für Landwirtschaft sowie die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft auf ihren Webseiten zur Verfügung.

 

Quelle: Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt
Bildquelle: Symbolbild © Hannah EC/Shutterstock.com

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