Basel BS: Hitzewelle – Behörden erinnern an Schutzmassnahmen für Mensch und Tier

Das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt ruft die Hitze-Tipps in Erinnerung.

Dies aufgrund der aktuellen Hitze-Warnung von Meteo Schweiz. Für Seniorinnen und Senioren bietet wie in den letzten Jahren die Hitze-Hotline von Pro Senectute beider Basel telefonische Unterstützung an unter der Telefonnummer 061 206 44 42. Und nicht vergessen: Kinder und Hunde nie im Auto zurücklassen, auch nicht für kurze Zeit. Zum Schutz vor der Hitze sammeln die Mitarbeitenden des Tiefbauamts die Bebbi-Säcke, Papier und Karton sowie weitere Abfälle ab morgen Mittwoch wieder bereits ab 6 Uhr ein.

Meteo Schweiz hat für Basel und die Region eine markante Hitzewelle der Stufe 4 publiziert. Dies bedeutet grosse Gefahr und kann Kreislaufbeschwerden und körperliches Unwohlsein mit sich bringen. Die Warnung für Basel und Region ist von Mittwoch, 29.07.2026, 12 Uhr bis voraussichtlich Mittwoch, 05.08.2026, 20 Uhr, gültig.

Die allgemein gültigen Verhaltenstipps bei Hitze

Für gesunde Menschen besteht bei richtigem Verhalten an heissen Sommertagen normalerweise keine Gefahr. Das Wohlbefinden kann aber durch hohe Temperaturen, hohe Ozonwerte und eine hohe Luftfeuchtigkeit eingeschränkt werden. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, ältere Menschen und immobile oder chronisch kranke Personen. Einfache Massnahmen helfen, an heissen Sommertagen die Beschwerden auf ein Minimum zu reduzieren:

  • Regelmässig und genug trinken (mindestens 1.5 Liter pro Tag), auf alkoholhaltige oder stark gezuckerte Getränke verzichten
  • Kühle, erfrischende und salzhaltige Speisen zu sich nehmen
  • Körperliche Anstrengungen während der heissesten Tageszeit vermeiden; schattige Orte bevorzugen
  • Hitze von Wohnung und Haus fernhalten: tagsüber Fenster und -läden schliessen, nachts und frühmorgens lüften
  • Körper kühlen (duschen, kalte Tücher auf Stirn und Nacken)
  • Leichte Kleidung tragen
  • An zahlreichen öffentlichen Plätzen ermöglichen Sitzgelegenheiten unter Sonnenschirmen das Verweilen im Schatten.

Bei Anzeichen von Symptomen wie erhöhtem Puls, Schwäche, Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Schwindel, Übelkeit oder Durchfall sollte umgehend gehandelt werden: Betroffene Person hinlegen und den Körper abkühlen. Falls sie bei Bewusstsein ist, frisches Wasser zu trinken geben. Wenn diese Massnahmen keine Besserung bringen, muss medizinische Hilfe angefordert werden.

Hitze-Hotline 061 206 44 42

Nebst den allgemeinen Verhaltenstipps, welche das Gesundheitsdepartement in Erinnerung ruft, ist auch dieses Jahr wieder die Hitze-Hotline für Seniorinnen und Senioren in Betrieb. Denn für ältere Menschen sind Hitzewellen eine besondere gesundheitliche Herausforderung, da der Körper weniger anpassungsfähig ist. Die Basler Hitze-Hotline 061 206 44 42 bietet Seniorinnen und Senioren im Kanton Basel-Stadt Information, Beratung und Unterstützung für heisse Sommertage an. Pro Senectute beider Basel betreibt die Hotline montags bis freitags jeweils von 8-12 und 14-17 Uhr. Die Hitze-Hotline ist bis Ende August in Betrieb.

Auch Tiere leiden unter Hitze

Nicht nur Menschen leiden unter der Hitze, auch für Tiere können die heissen Temperaturen eine Belastung sein. Besonders Hunde, die ihre Körpertemperatur nicht durch Schwitzen regulieren, müssen sich abkühlen und ausreichend Wasser trinken können.

In Basel gibt es zwei ausgeschilderte Hundebadeplätze: am St. Alban-Rheinweg auf Höhe Floss (Grossbasel) und an der Solitude auf Höhe Tinguely-Museum (Kleinbasel). Bei längeren Aufenthalten in der Stadt oder Spaziergängen in der Natur nimmt man idealerweise einen Napf und Trinkwasser mit.

Kinder, Katzen, Kleintiere und Hunde nie im Auto zurücklassen

Auch ist daran zu denken, dass Kinder und Tiere bei warmen und besonders heissen Temperaturen nie unbeaufsichtigt in verschlossenen Räumen oder Autos zurückgelassen werden, auch nicht für kurze Zeit.

Denn bereits nach wenigen Minuten heizt sich der Innenraum eines Fahrzeugs auf und kann rasch zu einer ernsthaften Gefahr für Mensch und Tier werden.

Bebbi-Sack bis morgens um 6 Uhr auf die Strasse stellen

Das Bau- und Verkehrsdepartement bittet die Baslerinnen und Basler, Bebbi-Säcke, Grüngut, Metall, Sperrgut, Karton und Papier ab Mittwoch, 29. Juli bis mindestens Freitag, 7. August 2026, am Vorabend der Abfuhrtage ab 19 Uhr oder morgens vor 6 Uhr bereitzustellen. Um die Laderinnen und Lader des Tiefbauamts vor der Hitze zu schützen, sammelt das Bau- und Verkehrsdepartement Abfall bereits ab 6 Uhr morgens ein. Zum Einsatz kommen vorwiegend die leisen E-Kehrrichtfahrzeuge. Die Nutzerinnen und Nutzer der Dräggwägg-App informiert das Departement wie gewohnt per Push-Meldung über die früheren Abfalltouren. Es sorgt nach Möglichkeit dafür, dass zu spät bereitgestellte Säcke nicht tagelang auf den Trottoirs stehen bleiben.

 

Quelle: Kanton Basel-Stadt
Bildquelle: Symbolbild © Arjunisme/Shutterstock.com

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