Forscher entdecken frühen Biomarker für Hautalterung vor sichtbaren Veränderungen
von belmedia Redaktion Allgemein Beauty beautytipps.ch Eltern elterntipps.ch Experten Familie Forschung Gesundheit Hautpflege hospital.ch Lifestyle Magazine Medizin nachrichtenticker.ch News Pflege Prävention Senioren Themen Tipps Vital xund24.ch Ⳇ Verbreitung
Ein Forscherteam unter der Leitung der Hiroshima University hat ein neues Verfahren entwickelt, das Hautalterung bereits im Frühstadium nachweisen kann. Grundlage sind subtile Veränderungen der molekularen Organisation des dermalen Kollagens, die auftreten, noch bevor sichtbare Schäden am Kollagennetzwerk entstehen.
Die Methode ermöglicht es, frühe Alterungsprozesse der Haut zu erkennen, bevor eine Ausdünnung oder Fragmentierung der Kollagenfasern sichtbar wird. Verantwortlich dafür sind Veränderungen der molekularen Organisation und der supramolekularen Chiralität, also der räumlichen Anordnung des Kollagens.
Kollagen im Fokus
Kollagen bildet ein hochorganisiertes Netzwerk, das der Haut Struktur sowie mechanische Festigkeit verleiht. Herkömmliche bildgebende Verfahren können zwar sichtbare Veränderungen wie den Verlust von Spannkraft, Festigkeit oder Dichte nachweisen, diese treten jedoch erst in einem späten Stadium der Hautalterung auf.
Die im Fachmagazin „ACS Nano“ veröffentlichten Ergebnisse eröffnen laut Studienleiter Ali Haider eine neue Möglichkeit, subtile Veränderungen frühzeitig sichtbar zu machen. Er vergleicht den Ansatz mit dem Erkennen veränderter Satzstrukturen in einem Buch, obwohl noch keine Seiten beschädigt oder verloren gegangen sind.
Für den Nachweis nutzte das Forschungsteam die sogenannte Integrierte Fortgeschrittene Optische Bildgebung. Mit dieser Methode lassen sich sowohl das Vorhandensein des Kollagens als auch dessen chirale Strukturkohärenz – also die geordnete räumliche Anordnung – im selben Gewebeabschnitt darstellen.
Gewebe neu gesehen
Die Untersuchungen zeigen eine deutliche Entkopplung zwischen der Kollagenmenge und ihrer strukturellen Organisation. Demnach behalten Gewebeproben einen Grossteil ihres Kollagengehalts und ihrer Abdeckung, obwohl die zugrunde liegende supramolekulare Chiralität bereits deutlich geschädigt ist.
Der korrespondierende Autor Katsuya Inoue betont, dass Kollagen nicht nur als sichtbares Netzwerk aus Fasern betrachtet werden sollte. Vielmehr handle es sich um ein hierarchisches Material, dessen Funktion von einer Organisation über mehrere Grössenskalen abhänge. Die Studie zeige, dass moderne korrelative Bildgebungsverfahren diese bislang verborgenen Veränderungen sichtbar machen können.
Quelle: pressetext.redaktion/Moritz Bergmann
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