ChatGPT im Klassenzimmer: Mehr als 70 Prozent der Schüler nutzen KI im Schulalltag

Über 70 Prozent der US-amerikanischen Schüler lassen sich von Künstlicher Intelligenz (KI) bei ihren Schularbeiten helfen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der NGO Common Sense Media, die Eltern, Lehrkräften und Jugendlichen unabhängige Altersempfehlungen, Kritiken und Bewertungen zu Filmen, Serien, Spielen, Apps und Büchern bietet. Etwa die Hälfte der befragten Schüler gab an, KI mit Erlaubnis eines Lehrers zu nutzen – auch wenn ihre Eltern das oft nicht wollen.

„Es ist jedoch wichtig zu erkennen, dass KI unzähligen Schülern geholfen hat, ihre schulischen Leistungen zu verbessern“, kommentiert Common Sense die Aussagen. Es gebe bereits KI-Nachhilfetools, die Schülern helfen, Fächer besser zu verstehen, mit denen sie Schwierigkeiten haben. Viele seien in der Lage, das Lernerlebnis auf ähnliche Weise zu personalisieren, wie es effektive, aber manchmal teure Nachhilfelehrer seit Jahren tun, um Schülern mit Problemen zu helfen.

Personalisierte Lernerlebnisse

„KI hilft Pädagogen auch dabei, ihren Schülern noch mehr zu bieten“, führt Common Sense Media weiter aus. So habe die American Psychological Association festgestellt, dass Pädagogen KI nutzen, um neue Unterrichtspläne und Aktivitäten für den Unterricht zu erstellen. Dies kann den Schülern mehr Spass am Lernen bereiten und den Lehrkräften ermöglichen, spontan Anpassungen vorzunehmen, wenn ihre bestehenden Unterrichtspläne bei den Schülern keinen Anklang finden.

Vor- und Nachteile erkennen

„Auch wenn Eltern zu Recht Bedenken hinsichtlich der potenziell negativen Auswirkungen von KI auf ihre schulpflichtigen Kinder äussern, ist es ebenso wichtig, die vielen positiven Auswirkungen von KI auf Schüler und Lehrkräfte anzuerkennen“, geben die Experten von Common Sense zu bedenken.

Computergestützte Lernsysteme werden seit Jahrzehnten im Unterricht eingesetzt, um Schüler in Fächern wie Mathematik und Sprachen zu unterstützen. Diese Vorläufer von Künstlicher Intelligenz waren unumstritten, im Gegensatz zu heutigen Tools, deren prominentester Vertreter noch immer ChatGPT ist. Sie gelten als Gefahr, weil sie das eigene Denken der Kinder überflüssig zu machen drohen. Zugleich gelten sie vielen als Chance für Lehrer und Schüler und lassen sich künftig wohl kaum aus dem schulischen Alltag verbannen.

 

Quelle: pressetext.redaktion/Wolfgang Kempkens
Bildquelle: Symbolbild © fcafotodigital/iStock.com

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