5 sommerliche Frisuren für lange Haare: Von Beach Waves bis Wet Look Pferdeschwanz

Langes Haar im Sommer – das klingt nach Freiheit, nach Strandspaziergang und lässig schwingendem Zopf. Doch wer weiss, wie schnell aus diesem Traumbild ein klebriger Haarvorhang im Nacken wird, sobald das Thermometer klettert. Die gute Nachricht: Mit ein paar Handgriffen wird aus langem Haar die schönste Frisur der Saison.

Lange Haare bieten im Sommer einen entscheidenden Vorteil gegenüber kurzen: die Möglichkeit, sie hochzubinden, zu flechten, zu drehen oder locker aufzustecken. Fünf Looks, die aktuell im Trend liegen und alle ohne Friseurtermin gelingen.

1. Beach Waves – der Klassiker, der nie langweilig wird

Beach Waves sind die Sommerfrisur schlechthin: leichte, unregelmässige Wellen, die aussehen, als hätte man den ganzen Nachmittag am See verbracht. Der Trick liegt in der Technik: Haare leicht feucht in mehrere Stränge drehen, mit einem Haarband fixieren und trocknen lassen – oder das Dreheisen nur kurz und unregelmässig einsetzen. Wer eine Naturstruktur hat, kann die Wellen mit einem Texturspray oder etwas Salzwasser-Spray herausarbeiten, ohne überhaupt ein Hitzegerät zu brauchen. Das Ergebnis wirkt mühelos und feminin, passt zu einem Sommerkleid genauso wie zum Leinenhemd. Damit die Wellen sich bei einer dicken Haarstruktur oder bei sehr vielen Haaren durch das Plus an Gewicht nicht zu schnell aushängen, lohnt der Griff zu Styling-Helfern mit Griffigkeit oder Fixier-Effekt.

2. Der Butterfly Clip – 90er-Jahre-Revival mit Stil

Was lange als kitschig galt, ist zurück und dieses Mal mit deutlich mehr Eleganz. Der Butterfly Clip – die grosse Haarklammer aus den Neunzigern – erlebt gerade eine Renaissance, die von Mailand bis zu den Schweizer Sommerfestivals angekommen ist. Das Styling ist denkbar einfach: Haare locker nach oben nehmen, leicht verdrehen und mit der Klammer fixieren. Ein paar Strähnen fallen lassen, eine sanfte Kurve um das Gesicht – fertig. Wer den Look etwas eleganter möchte, kämmt die Haare vor dem Aufstecken glatt. Wer es lässiger mag, lässt sie wellig oder leicht strukturiert. Der Vorteil gegenüber einem Dutt: kein Haarband, keine Kopfschmerzen, in zehn Sekunden gemacht.

3. Der Half Bun – halb offen, halb hochgesteckt

Der Half Bun ist die perfekte Lösung für alle, die sich nicht entscheiden können: Das Haar bleibt zu einem grossen Teil offen, die obere Hälfte wird zu einem Bun zusammengenommen. Locker gebunden wirkt er als Strandlook, strenger frisiert passt er an warmen Sommertagen sogar zum seriösen Business-Look. Die Variante mit zwei kleinen Buns – auch Double Bun oder Space Buns genannt – ist besonders bei Festivals beliebt und eignet sich hervorragend für welliges oder lockiges Haar, das die Form gut hält. Für den Alltag reicht ein einziger, leicht unordentlicher Bun auf dem Oberkopf – das dauert keine zwei Minuten und hält den Nacken frei.


Pferdeschwanz mit Haarklammer, Sonnenbrille, Glacé – mehr Sommergefühl geht kaum. Der lässige Zopf ist in wenigen Sekunden gemacht.

4. Der geflochtene Zopf – von schlicht bis aufwendig

Lange Haare und Flechten gehören im Sommer zusammen wie Sonne und Schattenplatz. Die Bandbreite ist riesig – vom einfachen Dreisträhnen-Zopf über den Bauernzopf bis zum kunstvollen Wasserfall-Geflecht. Wer den Look 2025 tragen möchte, hält ihn am besten locker und etwas ausgefranst: Die Zöpfe werden nach dem Flechten leicht auseinandergezupft, damit sie voluminöser und weniger streng wirken. Wer noch eine Prise Boho-Charakter möchte, flicht kleine Strähnen an den Seiten ein und lässt die Enden ein wenig herausstehen. Ob geflochten, in sich gedreht oder einfach als Strähne locker am Hinterkopf zusammengenommen: Eine Half-Up-Variante ist eine der unkompliziertesten Sommerfrisuren, die auch mit halblangem Haar gut funktioniert.

Video-Tipp: 3 einfache Flechtfrisuren für den Sommer

Die Langhaarmädchen zeigen in diesem aktuellen Tutorial drei Flechtfrisuren, die mit wenigen Handgriffen gelingen – ideal für alle, die sich lieber anschauen als lesen.



5. Der Wet Look Pferdeschwanz – sleek und sommerlich

Wer einen gepflegten, modernen Auftritt möchte, ohne viel Zeit zu investieren, liegt mit dem Wet Look Pferdeschwanz richtig. Einfach etwas Conditioner, Styling-Creme oder Gel im Haar verteilen und die Längen lässig nach hinten kämmen. Das Haar wird dann zu einem hohen oder mittleren Pferdeschwanz gebunden – je straffer, desto eleganter. Wer die Gummibindung kaschieren möchte, wickelt eine dünne Strähne darum und befestigt sie mit einer kleinen Klammer darunter. Der Wet Look funktioniert besonders gut bei naturgllattem Haar, ist aber auch bei leicht welligem Haar möglich, wenn man mit dem Gel arbeitet. Der Vorteil im Sommer: Das Haar klebt nicht mehr im Gesicht, der Nacken bleibt frei – und man sieht dabei noch richtig gut aus.

Haarschutz nicht vergessen

Wer langes Haar im Sommer trägt, sollte auch an den Schutz denken. Sonne, Chlor- und Salzwasser greifen die Haarstruktur an, trocknen die Längen aus und können bei coloriertem Haar zu Farbveränderungen führen. Spezielle Leave-in-Produkte mit UV-Schutz, ein Haarserum für die Längen und das konsequente Ausspülen nach dem Baden sind einfache Massnahmen mit grosser Wirkung. Wer sein Haar zusätzlich schützen möchte, trägt im Freien einen Hut oder ein Tuch – das ist nicht nur praktisch, sondern auch eines der grössten Sommer-Accessoires des Jahres.


Sommer, Sonne, Sommerfrisur: Space Buns und Beach Waves sind die lässigsten Looks der Saison.

Fazit

Langes Haar ist im Sommer kein Problem – es ist ein Vorteil. Beach Waves, Butterfly Clip, Half Bun, geflochtener Zopf und Wet Look Pferdeschwanz sind fünf Looks, die das Haar aus dem Gesicht und den Nacken auf Abstand halten, gleichzeitig aber so schön aussehen, dass man sie auch abends beim Apéro noch tragen möchte. Und das Beste: Keiner davon braucht mehr als fünf Minuten.

 

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