Forschung

Gesunder Darm: Ballaststoffe und Intervallfasten zeigen ähnliche Wirkung

Nicht nur die Zusammensetzung des Darmmikrobioms, sondern auch die Menge der Darmbakterien könnte entscheidend für die Gesundheit sein. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Universität Hohenheim. Die neuen Erkenntnisse könnten den Blick auf Ernährung, Darmgesundheit und künftige Therapien grundlegend verändern. Bisher lag der Fokus der Forschung vor allem darauf, welche Bakterien im Darm vorkommen. Die aktuelle Studie zeigt jedoch, dass auch die Anzahl der Mikroorganismen eine wichtige Rolle spielt.

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Mehrsprachigkeit könnte die Alterung des Gehirns deutlich verlangsamen

Menschen, die mehr als eine Sprache beherrschen, scheinen über ein jüngeres Gehirn zu verfügen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie unter der Leitung des Basque Center on Cognition, Brain and Language (BCBL). Je mehr Sprachen Menschen sprechen, desto jünger erscheint ihr Gehirn. Auch das Erlernen einer weiteren Sprache in jungen Jahren könnte die Hirnalterung verlangsamen. Die Forscher untersuchten mehrsprachige Menschen im Baskenland und stellten fest, dass mit jeder zusätzlich gesprochenen Sprache das biologische Alter des Gehirns geringer ausfällt. Die Ergebnisse könnten neue Erkenntnisse für die Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen liefern.

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Eierstockkrebs wird bei vielen Frauen erst nach einer Notaufnahme diagnostiziert

Zwei von fünf Frauen mit Eierstockkrebs erhalten ihre Diagnose erst nach einem Besuch der Notaufnahme. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der London School of Hygiene and Tropical Medicine. Die betroffenen Patientinnen leiden deutlich seltener an einem früh erkannten und potenziell heilbaren Tumor. Besonders häufig erfolgt die Diagnose nach einem Aufenthalt in der Notaufnahme bei jungen, gebrechlichen Frauen sowie bei Patientinnen aus sozial benachteiligten Regionen. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal „BMJ Oncology“ veröffentlicht.

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Rekuperation erhöht die Reichweite von E-Bikes im hügeligen Gelände um bis zu 30 %

Moderne Elektroautos wandeln beim Bremsen Bewegungsenergie in elektrische Energie um und speisen diese wieder in den Akku ein. Ob sich dieses Prinzip der Rekuperation auch bei E-Bikes und Pedelecs lohnt, hat René Rasche in seiner Masterarbeit an der Hochschule Bielefeld (HSBI) untersucht. Die Ergebnisse zeigen: Im hügeligen Gelände kann sich die Reichweite von E-Bikes dadurch um 20 bis 30 Prozent erhöhen. Für seine Masterarbeit entwickelte der Maschinenbau-Absolvent ein eigenes Elektrofahrrad mit Rekuperationsfunktion, führte umfangreiche Messfahrten unter definierten Bedingungen durch und testete das System unter anderem auf der Rennstrecke Bilster Berg bei Bad Driburg.

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Studie zeigt: Veraltete Passwörter bleiben trotz moderner Technik ein grosses Risiko

Viele Internetnutzer halten bis heute an Passwörtern fest, die sie vor Jahren erstellt haben. Teilweise stammen diese Anmeldedaten sogar noch aus der Kindheit und werden bis weit ins Erwachsenenleben weiterverwendet. Das zeigt eine Studie des IT-Security-Anbieters NordPass mit Erhebungen aus den USA, Kanada, Grossbritannien, Australien, Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien. Besonders die Generation Z geht laut der Untersuchung oft nachlässig mit Passwörtern um. Experten warnen davor, dass veraltete Zugangsdaten in Kombination mit schwachen Sicherheitsgewohnheiten Cyber-Kriminellen Angriffsflächen bieten.

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Wechseljahre: Wenn der Körper Grenzen zeigt und Selbstfürsorge wichtiger wird

Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich merkte: Irgendetwas stimmt nicht mehr. Nicht dramatisch, nicht plötzlich. Es war eher ein schleichendes Gefühl. Der Schlaf wurde unruhiger. Die Energie liess nach. Mein Körper reagierte empfindlicher als sonst – auf Stress, auf Reize, auf Situationen, die ich früher locker weggesteckt hätte. Ich habe lange gedacht: Ich muss mich einfach mehr zusammenreissen. Mehr Disziplin. Mehr Durchhalten. Das kenne ich von mir. Ich bin jemand, der funktioniert. Der liefert. Der für andere da ist. Bis ich verstanden habe: Das sind die Wechseljahre. Und mein Körper streikt nicht, er spricht mit mir.

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Neue Fortschritte bei Alzheimer: Hoffnung auf frühere Diagnose und bessere Behandlung

Alzheimer gehört zu den häufigsten Ursachen für Demenz – und bislang gibt es keine Heilung. Umso grösser sind die Hoffnungen auf neue Therapien und eine frühere Diagnose. Roche präsentiert an der Alzheimer's Association International Conference (AAIC) in London neue Daten zu einem innovativen Wirkstoff sowie zu Bluttests, die Alzheimer künftig einfacher nachweisen könnten. Die internationale Fachkonferenz findet vom 12. bis 15. Juli 2026 statt. Insgesamt stellt Roche 18 wissenschaftliche Arbeiten vor. Im Mittelpunkt stehen neue Erkenntnisse zum experimentellen Antikörper Trontinemab sowie zu Bluttests, welche die Diagnose einer Alzheimer-Erkrankung erleichtern sollen.

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Universität Lausanne: Forschen und Studieren am Genfersee seit fast 500 Jahren

Wer einmal auf dem Campus Dorigny spaziert ist, versteht schnell, warum die Universität Lausanne zu den begehrtesten Studienorten der Schweiz zählt. Grüne Wiesen, der Blick auf den Genfersee, moderne Architektur und mittendrin eine der vielseitigsten Forschungsuniversitäten des Landes – die Université de Lausanne, kurz UNIL, vereint akademische Exzellenz mit einer Lebensqualität, die kaum ein anderer Universitätsstandort bietet. Was 1537 als theologische Académie de Lausanne begann, ist heute eine internationale Forschungsuniversität mit globalem Ruf, fast 17'000 Studierenden aus rund 130 Ländern und über 210 Forschungs- und Lehreinheiten. Im Jahr 1890 erhielt die Institution den Status einer Universität. 1970 verlegte sie ihre Aktivitäten aus der Innenstadt auf den heutigen Campus in Dorigny – direkt am Genferseeufer gelegen und heute Teil des grössten Bildungs- und Forschungszentrums der Schweiz.

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Smartphone-Nutzung der Eltern kann Bindung und Wohlbefinden von Kindern belasten

Kinder und Jugendliche leiden nicht nur unter ihrer eigenen Bildschirmzeit. Eine neue Studie zeigt, dass auch die Smartphone-Nutzung der Eltern Auswirkungen auf die emotionale Entwicklung haben kann. Forscher warnen, dass häufige Ablenkung durch Mobiltelefone die Bindung zwischen Eltern und Kindern beeinträchtigen kann. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forschungsteam des Center for Research and Innovation von Newport Healthcare in den USA. Die Wissenschaftler untersuchten den Zusammenhang zwischen Smartphone-Nutzung von Bezugspersonen und dem Bindungsverhalten von Jugendlichen.

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Neue Hightech-Faser kühlt bei Wärme und wärmt bei Kälte ganz automatisch

Forscher der Chinesischen Akademie der Wissenschaften haben eine neuartige Hightech-Faser entwickelt, die die Vorteile von Baumwolle mit intelligentem Temperaturmanagement verbindet. Die daraus hergestellten Stoffe sind leicht, weich und wasserabweisend. Gleichzeitig können sie überschüssige Wärme aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben. Dadurch sollen Träger der Textilien bei hohen Temperaturen weniger schwitzen, während die gespeicherte Wärme bei kühleren Bedingungen wieder freigesetzt wird.

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Studie: Kinder lernen aus Filmen wie „Vaiana“ Mut, Durchhaltevermögen und Selbstvertrauen

Kinder haben nicht nur Spass daran, Filme wie „Vaiana“ anzuschauen, sondern lernen auch daraus und übertragen die gewonnenen Erkenntnisse auf ihr eigenes Leben. Zu diesem Schluss kommen Forscher der Radboud-Universität. Der Film kann Kinder beispielsweise dazu inspirieren, nicht aufzugeben, zusammenzuarbeiten und ihre eigene Identität zu entwickeln. Darüber hinaus regen Filme Kinder dazu an, über gesellschaftliche Themen wie den Klimawandel oder Schönheitsideale nachzudenken. Die Wissenschaftler sehen darin einen wichtigen Beitrag zur persönlichen Entwicklung von Kindern.

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KI-gesteuerte Hirnstimulation verbessert Gehen bei Parkinson-Patienten deutlich

Menschen mit Parkinson, die unter Gehstörungen leiden, könnten ihre Beweglichkeit künftig deutlich verbessern. Forschende der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) und des Universitätsspitals Lausanne (CHUV) haben gemeinsam mit dem Medizintechnikunternehmen Medtronic eine KI-gestützte Form der Tiefen Hirnstimulation (THS) entwickelt, die sich in Echtzeit an die Bewegungen der Patienten anpasst. Die Tiefe Hirnstimulation wird seit mehr als drei Jahrzehnten zur Behandlung motorischer Störungen eingesetzt. Weltweit haben bislang über 200'000 Patienten entsprechende Implantate erhalten. Diese senden kontinuierlich elektrische Impulse an bestimmte Hirnregionen, um Symptome wie Zittern und Muskelsteifheit zu reduzieren.

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Weniger Muskelkraft, mehr Krebsrisiko? Forscher entdecken biologischen Mechanismus

Alternde Muskeln tragen zum Krebswachstum bei, da sie weniger extrazelluläre Vesikel freisetzen. Dabei handelt es sich um winzige Partikel, über die Zellen miteinander kommunizieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Duke-NUS. Die Forschenden zeigen zudem, dass Sport die geschwächte Schutzfunktion teilweise wiederherstellen kann. Mit zunehmendem Alter verändert sich nicht nur die Menge, sondern auch die Zusammensetzung der freigesetzten Vesikel. Dadurch werden jene schützenden Signale abgeschwächt, die normalerweise helfen, die Entwicklung von Tumoren zu unterdrücken.

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Publireportagen

Studie warnt vor starkem Anstieg von Demenz und wachsendem Versorgungsdruck

Die Zahl der Demenzfälle wird bei steigender Lebenserwartung in Deutschland von heute etwa 1,3 Mio. auf bis zu 2,1 Mio. im Jahr 2060 ansteigen und das Gesundheitssystem vor massive Herausforderungen stellen. Das zeigen aktuelle Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) in Kooperation mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln.

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Kinderschutz und Gesundheit: Sechs Kantone intensivieren ihre Zusammenarbeit

Das erste interkantonale Treffen der Westschweiz zum Thema Kinderschutz fand heute im Château Saint-Maire in Lausanne statt. Daran teil nahmen die politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus den Kantonen Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Wallis und Waadt. Das Treffen bildet den Auftakt für einen regelmässigen Dialog zwischen den Westschweizer Kantonen, um die gemeinsamen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Schutz von Minderjährigen besser zu bewältigen und die Fachpersonen in diesem Bereich zu unterstützen. Auf Einladung des Waadtländer Staatsrats Vassilis Venizelos nahmen die für den Jugendschutz zuständigen politischen Verantwortlichen sowie die Leiterinnen und Leiter der betroffenen kantonalen Stellen an diesem Treffen teil. Es wurde vom Département de la jeunesse, de l’environnement et de la sécurité (DJES) organisiert und ist Ausdruck eines gemeinsamen Willens, über gemeinsame Herausforderungen zu diskutieren, bewährte Praktiken zu teilen und die Kinderschutzmassnahmen in der Westschweiz kohärenter zu gestalten, um Kinder besser zu schützen.

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Biber, Pfahlbauten und Kulturerbe: Ausstellung beleuchtet den Inkwilersee

Am Mittwoch, 17. Juni 2026, um 18 Uhr, eröffnet die Kantonsarchäologie im Beisein von Regierungsrätin Sandra Kolly im Pächterhaus Museum Blumenstein in Solothurn die Sonderausstellung «UNESCO-Pfahlbauten und der Biber im Inkwilersee». In seinen Sonderausstellungen greift das Pächterhaus aktuelle Themen der Solothurner Archäologie auf: Die neueste Ausgabe blickt zurück auf das Schutzprojekt der prähistorischen Pfahlbaufundstelle mitten im Inkwilersee. Seit einigen Jahren war die Fundstelle an der Grenze der Kantone Solothurn und Bern durch den Biber gefährdet: Für ihre Gänge vom Wasser auf die Insel gruben sich die Tiere durch prähistorische Fundschichten und Hölzer. Archäologische Zeugnisse der Pfahlbausiedlung, die zum UNESCO-Weltkulturerbe «Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen» gehört, gingen damit unwiederbringlich verloren.

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Jugendgewalt: Digitale Kontakte zu kriminellen Peers verstärken Gewalt und Bandenaktivität

Teenager, die intensive digitale Kontakte vor allem über soziale Medien zu anderen Jugendlichen pflegen, die es mit Recht und Gesetz nicht sonderlich genau nehmen, tragen fast fünfmal häufiger Messer bei sich als durchschnittliche jugendliche Verdächtige. Sie begehen fast dreimal häufiger Gewaltverbrechen, siebenmal häufiger Raubüberfälle und sind neunmal häufiger in organisierte Kriminalität verwickelt. Das zeigt eine Analyse der University of Cambridge, finanziert von der Nuffield Foundation.

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Studie aus Schweden: Katzen verschlechtern Asthma bei Kindern nicht

Das Zusammenleben mit einer Katze verschlechtert die gesundheitlichen Ergebnisse von Kindern mit Asthma nicht. Das zeigt eine Untersuchung von Forschern des Karolinska Institutet. Den Experten nach sind die Schwere der Erkrankung, ihre Verschlimmerung, die Asthmakontrolle und die Lungenfunktion ähnlich wie bei Kindern, die kurzfristig ohne Katzen leben. Auch die Anzahl der Katzen, das Geschlecht oder das Alter der Tiere spielt demnach keine Rolle.

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